Linux und SEO – Redirects in der Konsole prüfen

Heute geht es um das Thema “Weiterleitungen” prüfen. Dafür kann man sicherlich eines der online verfügbaren Tools nutzen, wie z.B. den Websniffer. Aber gerade bei mehrfachen Weiterleitungen bin ich da eher misstrauisch, was solche Webtools angeht. Ich vertraue lieber auf meine Linux-Konsole und den Befehl “wget”.

Wer auf seinem Arbeitsplatz-Rechner kein Linux als Hauptbetriebssystem nutzt, kann sich Linux ganz einfach mit dem VMWare Player oder Virtual Box eine virtuelle Linux-Maschine installieren. Distributionen gibt es zu Hauf (Ubuntu, Fedora, Debian usw…). Da wir die Befehle eh grundsätzlich über die Shell eingeben, brauchen wir hier auch kein grafisches Frontend, die minimale Server-Installation reicht also schon vollkommen aus (Linux Server-Distribution).

Möchte ich nun Weiterleitungen für Domains und / oder URLs prüfen, gebe ich dazu einfach folgenden Befehl in die Linuxshell ein:

wget -S --spider URL

Zur Erklärung: wget ist der Eigentliche Befehl, mit dem wir die URL aufrufen und sogar herunterladen können. Der angehängte Paramenter “–spider” sorgt dafür, dass die URL nicht heruntergeladen wird, sondern nur überprüft wird, ob die Seite existiert. Der Parameter “-S” zeigt die komplette Antwort des Servers an.

In folgendem Beispiel sehen wir die Ausgabe des Befehls:

Hier sehen wir also ganz genau, dass fireplex.de auf die www-Variante der Domain per 301-Statuscode weiterleitet.

Wer’s etwas kürzer mag nimmt

wget --spider URL

Beispiel:

Hier sehen wir die ReDirects noch direkter, weil die Ausgabe insgesamt reduzierter ist.

Regionales Online-Marketing – Suchmaschinenoptimierung 2.0?

Suchergebnisse mit regionalem Bezug werden immer wichtiger. Google reagiert hierzu schon längst mit immer häufigeren Einblendungen von Places-Einträgen. War das Internet doch früher als Globales Netz ohne lokalen Bezug angesehen, entwickelt es sich mehr und mehr in eine andere Richtung. Gutscheinplattformen bieten Vergünstigungen für nahe gelegene Geschäfte, immer mehr Unternehmen nutzen aktiv Google-Places als Vermarktungsplattform im Internet und Suchabfragen mit regionalem Bezug gewinnen an Masse. Soziale Netzwerke mit standortbezogenem Schwerpunkt wie Foursquare und die stetig wachsende Nutzerzahl von mobilen Onlinern via Smartphone und Surfflatrate steigern diesen Effekt sogar.

Da ist zu überlegen, ob es bald SEO’s mit Schwerpunkt im regionalem Online-Marketing gibt. Vielleicht eine Richtung, auf die man sich mehr und mehr spezialisieren sollte?

META Keywords – Ein Muss oder total überflüssig?

Aktuell entdecke ich immer mehr Seiten im Netz, topaktuelles Design und gut positioniert, aber keine META-Keywords gesetzt. Schon lange ist klar, dass diese META-Angabe kein wirkliches Ranking-Kriterium mehr für Google ist. Zwar wird es noch berücksichtigt, doch gleicht es bei den meisten Internetseiten eher einem massiven Stuffing.

Die These, diesen META-Tag trotzdem zu nutzen und sinnvoll zu füllen, da er zwar schwach, aber immerhin noch eine Rolle spielt, vertete ich eher.

Ich denke aber nicht, dass es sinnvoll ist, dort möglichst viele Begriffe unterzubringen. Stückzahlen von 15 und mehr hinterlegten Keywords in diesem TAG wirken meiner Meinung nach wieder mehr nach einer “eierlegenden Wollmilchsau”. Und auch wenn die Begriffe alle das gleiche Bedeuten, also nur verschiedene Schreibweisen des Hauptwortes oder Synonyme sind, wäre es überflüssig so viele Begriffe unter zu bringen.

In Zeiten von Suggest, Erkennung von Synonymen, Autokorrektur falsch geschriebener Begriffe und immer besserer Erkennung semantischer Bezüge in Suchmaschinen, macht es mehr sinn, sich auf die Thematiken der Unterseite mit 5 bis max. 10 Begriffen zu konzentrieren.